Omega-3-Kapseln enthalten in der Regel konzentrierte Fettsäuren wie EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Für ihre Herstellung werden nicht beliebige Fische genutzt, sondern gezielt bestimmte Arten, die sich in Zusammensetzung, Reinheit und ökologischer Eignung besonders bewährt haben.
Am häufigsten stammen Omega-3-Öle aus kleinen, fettreichen Meeresfischen. Dazu zählen vor allem Sardinen, Anchovis und Makrelen. Diese Fischarten bilden die Grundlage der meisten hochwertigen Omega-3-Produkte weltweit.
Der wichtigste Grund für ihre Verwendung liegt im natürlichen Omega-3-Gehalt. Diese Fische ernähren sich überwiegend von Plankton und Mikroalgen, die ursprünglich EPA und DHA produzieren. Dadurch reichern sich die gewünschten Fettsäuren direkt im Fischfett an, ohne dass lange Nahrungsketten dazwischenliegen.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die geringe Schadstoffbelastung. Kleine, kurzlebige Fischarten stehen am unteren Ende der marinen Nahrungskette. Sie haben weniger Zeit und Gelegenheit, Schwermetalle oder Umweltgifte anzusammeln als große Raubfische. Das erleichtert die spätere Reinigung des Öls und verbessert die Ausgangsqualität.
Auch aus ökologischer Sicht sind diese Fischarten vorteilhaft. Sardinen und Anchovis kommen in großen, stabilen Beständen vor und lassen sich vergleichsweise nachhaltig befischen. Deshalb stammen viele Omega-3-Rohstoffe aus Fischereien, die nach internationalen Umweltstandards bewertet werden, etwa durch Programme wie Friend of the Sea.
Die wichtigsten Fischarten im Überblick
Sardinen gehören zu den am häufigsten verwendeten Rohstoffen für Omega-3-Öl. Sie liefern ein ausgewogenes Verhältnis von EPA und DHA und sind reich an natürlichen Antioxidantien. Sardinen kommen vor allem im Atlantik, im Mittelmeer sowie vor den Küsten Südamerikas vor.
Anchovis sind besonders ölreich und eignen sich sehr gut für die industrielle Gewinnung von Fischöl. Sie werden häufig im Pazifik vor der Küste Perus und Chiles sowie im Atlantik gefangen. Aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer weisen sie eine sehr niedrige Schadstoffbelastung auf.
Makrelen werden ebenfalls genutzt, insbesondere kleinere Makrelenarten. Sie enthalten hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren und sind in vielen Meeresregionen verbreitet, darunter der Nordatlantik, der Nordpazifik und angrenzende Küstengewässer.
Große Raubfische wie Thunfisch werden dagegen deutlich seltener als Hauptrohstoff eingesetzt. Zwar enthalten sie ebenfalls Omega-3-Fettsäuren, sie sind jedoch stärker mit Schwermetallen belastet und ökologisch problematischer. Wenn Thunfischöl verwendet wird, stammt es meist aus Nebenprodukten der Lebensmittelverarbeitung und nicht aus gezieltem Fang für Nahrungsergänzungsmittel.
Herkunft der Rohstoffe
Die wichtigsten Fanggebiete für Omega-3-Rohstoffe liegen im Pazifik vor Südamerika, im Nordatlantik sowie in Teilen des Mittelmeers. Regionen mit kalten, nährstoffreichen Gewässern begünstigen das Wachstum von Algen und Plankton und damit den natürlichen Omega-3-Gehalt der Fische.
Zusammengefasst werden für Omega-3-Kapseln bevorzugt kleine, fettreiche Meeresfische eingesetzt, weil sie reich an EPA und DHA sind, vergleichsweise sauber bleiben und nachhaltig verfügbar sind. Ihre Herkunft aus planktonreichen Meeresregionen macht sie zu einer besonders geeigneten Quelle für hochwertiges Omega-3-Öl.
